Der Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) ist ein vielschichtiger Beruf in dem man die Chance hat, sowohl am Patienten als auch hinter dem Schreibtisch zu arbeiten. Die Ausbildung kann in Zahnkliniken, Zahnarztpraxen, Kieferorthopädie und Kieferchirurgie durchgeführt werden.
Nach Abschluss der Berufsausbildung gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Wie hoch das Gehalt einer Zahnmedizinischen Fachangestellten nach der Ausbildung ist, hängt von der Qualifikation und der Anzahl der Berufsjahre ab. Im Durchschnitt verdient die Zahnmedizinische Fachangestellte nach der Berufsausbildung brutto 1300 Euro.
Das Hauptziel ist der uneingeschränkte Tagesablauf in der gesamten Zahnarztpraxis. Ist dieses Ziel in Zusammenarbeit mit dem Team erreicht, kann der Zahnarzt sich während der Behandlungszeit ausschließlich um seine Patienten zu kümmern.
Assistenz am Behandlungsstuhl:
In diesem Arbeitsbereich wird auf engstem Raum mit dem Zahnarzt zusammen gearbeitet. Während der Zahnbehandlung assistiert eine ZFA dem Zahnarzt. Sie ist nicht nur für das hingeben der Instrumente und Materialien verantwortlich, sondern kümmert sich auch um das Patientenwohl. Vor, Während und Nach der Behandlung. Das Röntgen der Zähne, kleine Hygieneunterweisungen bei Erwachsenen und Kindern, Zahnsteinentfernung und Politur, Herstellen von Provisorien nach Präparationen, Entfernen von Zementresten, Abformungen einzelner Zähne oder eines ganzen Kiefers sind nur einige Tätigkeiten die eine ZFA als Stuhlassistenz meist selbständig ausführt. Wie groß das Spektrum ist, liegt immer im ermessen des Zahnarztes und am Ausbildungsstand der Zahnmedizinischen Fachangestellten. Nach der Behandlung wird der Behandlungsstuhl gereinigt, desinfiziert und für den nächsten Patienten das Behandlungszimmer vorbereitet. Die kontaminierten Instrumente werden von Hand und/oder im Thermodesinfektor desinfiziert, gereinigt und sterilisiert. Nach oder während jeder Behandlung werden die erbrachten zahnmedizinischen Leistungen in den Computer mit spezieller Software oder in die Karteikarte des Patienten eingetragen.
Kleine Laborarbeiten:
In einer Zahnarztpraxis fallen immer kleinere Laborarbeiten an. Dazu gehören z.B. Ausgießen von Abformungen in Gips, Erstellen von individuellen Löffeln, Herstellen von Provisorien und Schienen.
Rezeption / Empfang / Anmeldung:
Ist einer der sensibelsten Bereiche einer Zahnarztpraxis. Als Aushängeschild der Praxis, Anlaufstelle für Patienten und meist betriebswirtschaftliche Schaltstelle trägt eine gut funktionierende Rezeption entscheidend zum Erfolg einer Praxis bei. Der sehr hohe Verwaltungsaufwand wird oft nicht alleine von einer Zahnmedizinischen Fachangestellten bewältigt. Die Anforderungen an eine ZFA an der Rezeption sind vor allem menschlich sehr vielschichtig. Die Begrüßung erfordert ein Lächeln, das Gespräch soll Vertrauen geben und Einweisungen sollen beruhigen. Es ist ein besonderes Gespür für Menschen gefragt. Persönliche und telefonische Terminvereinbarungen, Überwachung zeitlicher Abläufe und Ansprechpartner für andere Dienstleister zu sein, gehört zum Alltag. Die Rechnungslegung von Leistungen gegenüber gesetzlichen und privaten Krankenkassen, sowie gegenüber den Patienten und die Überwachung der geleisteten Zahlungen erweitern den Aufgabenbereich. Der sichere Umgang mit Computern ist dabei unerlässlich.
Was sollte man mitbringen?
Die meisten Arbeitgeber wollen mindestens einen sehr guten Hauptschulabschluss, besser natürlich Realschul- oder Gymnasialabschluss.
Wichtig ist ein freundliches und sicheres Auftreten, gutes Deutsch in Wort und Schrift sowie Einprägungs- und Einfühlungsvermögen.
Wichtig ist es immer die Nerven und einen klaren Kopf zu bewahren auch wenn es mal stressige Situationen gibt.
Heute ist das Aufgaben - und Verantwortungsspektrum einer ZFA enorm groß so dass mit viel Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Ehrlichkeit in die Ausbildung gestartet werden sollte.
Spätere Chancen:
Mit zur Ausbildung zur ZFA gibt es zahlreichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, durch deren Erwerb kann man in der Praxis mehr Verantwortung übernehmen.
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