Verantwortung ist mein Ding

Was macht eigentlich eine Oberarzt-Helferin? – Fragen an Özge Özdemir vom AllDent Zahnzentrum

Oberarzthelferin by AllDent Die 26-jährige Özge Özdemir ist Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA). Auf Empfehlung eines Oralchirurgen aus ihrer Ausbildungspraxis kam sie 2011 zu AllDent, vier Monate nach der Eröffnung des ersten Zahnzentrums am Münchner Hauptbahnhof. Zuerst war sie als Springer tätig; übernahm zusätzlich freiwillige Sonderdienste. „AllDent ist für mich immer noch wie der eigene Laden.“ Sie durfte verschiedene Abteilungen kennenlernen, Empfang, Chirurgie und Endodontie. Als 2015 der zweite Standort in München eröffnet wurde, wurde ihr die Stelle als Oberarzt-Helferin vorgeschlagen. In jedem AllDent Zahnzentrum gibt es zwei so genannte Oberärzte. Jeder Oberarzt hat ein eigenes Team aus Zahnärzten und ZFA, die wie in einer eigenen Praxis eng zusammenarbeiten. Die Oberärzte oder – ärztinnen nehmen in der Regel die Neupatienten auf, erstellen Befunde, beraten Patienten über die weitere Behandlung und eventuelle Kosten, leiten an die eigentlichen Behandler weiter. Die Oberärzte verstehen sich vor allem als Dienstleister und Coach für ihr Team, wobei die Assistentin wertvolle Unterstützung leistet. Als Vertrauensperson mit sehr vielen Kompetenzen ist sie dafür verantwortlich „dass der Laden rund läuft“. Die Oberarzt-Helferin steht beispielsweise in Zweifelsfragen als Ansprechpartnerin für die ZFA zur Verfügung, verteilt Notfall-Patienten unter den Zahnärzten, unterstützt bei komplexeren Patientenfällen am Behandlungsstuhl, arbeitet neue Mitarbeiter ein, betreut die Azubis. Der Aufgabenbereich ist also sehr spannend und vielfältig.

Haben Sie sofort zugesagt, als Ihnen der Job als Oberarzt-Assistentin vorgeschlagen wurde?

Ja, ich konnte mir das sofort vorstellen. Schließlich hatte ich in allen Klinikbereichen schon einmal gearbeitet, kannte das Praxiskonzept und war bereit, auch mehr Verantwortung zu übernehmen. Außerdem hatte ich einen guten Draht zu meinen ZFA-Kolleginnen.

Was ist der Unterschied zur Arbeit als ZFA?

Ich habe jetzt eine leitende Position, bei der ich unsere ZFA koordinieren und anleiten muss. Daher sollte ich schon mal wissen, wie deren Jobs aussehen. Wenn etwas unklar ist, muss man nicht nur erklären, sondern auch zeigen können, wie etwas funktioniert. Da geht es beispielsweise um Behandlungsabläufe, das Klinikkonzept, die Organisation oder die Hygiene-Richtlinie.

Der Unterschied zur reinen Assistenztätigkeit am Behandlungsstuhl ist die Aufgabe, Personal zu koordinieren, dafür zu sorgen, dass der Betrieb reibungslos läuft und alle Stellen besetzt sind, Urlaube im Blick zu haben, bei Krankheit Vertretungen zu organisieren, bei unvorhersehbaren Ereignissen schnell Lösungen zu finden. Derzeit manage ich noch den kompletten Notdienst, sodass die vorgeschriebene 24-Stunden-Erreichbarkeit der AllDent-Kliniken sichergestellt ist.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Zum Schichtbeginn überprüfe ich die Anwesenheit der Helferinnen und organisiere eventuell Vertretungen. Danach geht es an die Kontrolle von Bestellungen. Dabei hilft, dass mit Ausnahme der Chirurgie alle Behandlungszimmer gleich aufgebaut und organisiert sind. So kann ich leichter sicherstellen, dass die Schubladen gut gefüllt, aber nicht überfüllt sind. Wenn Ärzte ihre Patienten sehr engmaschig einbestellt haben, teile ich eventuell eine zweite ZFA zu, die schon mal etwas vorbereiten kann, damit niemand zu lange warten muss. Auch die Überprüfung der Verantwortungsbereiche – von der OP-Wäsche über ordentlich hinterlegtes Material bis zu den Lasern - gehört zu meinem Aufgabengebiet. Danach assistiere ich bei Eingangsuntersuchungen meiner Oberärztin Dr. Ivona Leventic, nehme beispielsweise von Neupatienten das Zahnschema und den Behandlungsbedarf auf, erstelle den besprochenen Behandlungsplan und teile den Patienten dem jeweiligen Arzt zu. Gerade bei großen zahnärztlichen Arbeiten mit Implantaten muss man gut mitdenken, wenn ein Patientenkompass erstellt wird, der Therapien und Termine in die richtige Reihenfolge bringt und auch noch die Kosten exakt wiedergibt. Am Ende des Arbeitstages geht es dann noch an die korrekten Zimmer-Übergaben und die Vorbereitungen für die nächste Schicht. Am Monatsende muss ich dann noch einmal kontrollieren, ob die Organisation und die Zahlen stimmen.

Was macht Ihnen am Job besondere Freude?

Organisation, Planung und Verantwortung tragen, das ist mein Ding. Auch wenn mal etwas schief geht, gibt es immer eine Lösung. Das habe ich hier gelernt und gebe es weiter. Der Umgang mit meinen Mädels macht mir Spaß. Es ist mir ganz wichtig, für mein Team da zu sein, zu reden und nicht nur über Papier oder das elektronische Praxissystem zu kommunizieren.

Was würden Sie jemandem raten, der auch Oberarzt-Assistentin werden möchte?

Zuerst sollte man das Klinikkonzept kennenlernen, in möglichst vielen Bereichen mitarbeiten und Erfahrungen sammeln. Für eine neue Mitarbeiterin ist das sicher eine Herausforderung. Aber ein neuer Klinik-Standort ist sicher die perfekte Stelle für eine ZFA, die zeigen möchte, dass sie mehr will als nur Assistenz am Behandlungsstuhl. Da kann man sich so richtig von Anfang an engagieren.

Wie kommen Sie mit Schichtsystem und Bezahlung zurecht?

Das Schichtsystem finde ich super. Gefühlt hat man immer einen halben Tag frei und die Arbeit ist über mindestens ein Jahr hinweg planbar. Die Bezahlung ist fair, weil nach Berufserfahrung, Leistung und Zuverlässigkeit vergütet wird. Das Anreizsystem gefällt mir sehr.

Quelle: www.alldent.de

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