Ablauf der Ausbildung / Inhalt der Prüfungen

Berufsausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA):

Ablauf der Ausbildung / Inhalt der Prüfungen


Die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten findet im Dualensystem (Zahnarztpraxis und Berufsschule) statt. An zwei Tagen in der Woche oder im Blockunterricht besucht die Auszubildende die Berufsschule. Findet die Berufsschule an einzelnen Wochentagen statt, bemühen sie sich den Wünschen der Zahnarztpraxen gerecht zu werden.
Während der gesetzlichen Schulferien ist kein Berufsschulunterricht. In dieser Zeit befindet sich der Auszubildende in der Praxis. Zusammenhängende Urlaubstage kann eine Auszubildende zur Zahnmedizinischen Fachangestellten nur nehmen, wenn kein Berufsschulunterricht statt findet. Es gilt die Berufsschulpflicht.

Während der Ausbildung muss der Auszubildende ein Berichtsheft zu führen. In diesem Berichtsheft soll die Erfahrung in der Zahnarztpraxis festgehalten werden und eine Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlagen werden.

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres hat die Auszubildende zur Zahnmedizinischen Fachangesteltten eine Zwischenprüfung abzulegen. Die Zwischenprüfung erstreckt sich über die in den ersten 18 Monaten im Berufsschulunterricht erlernten Fertigkeiten und Kenntnissen.

Sie wird in höchstens 120 Minuten durchgeführt und enthält folgende Themen:

1. Hygienemaßnahmen und deren Durchführung
2. Hilfeleistungen bei Zwischenfällen und Unfällen
3. Assistenz bei konservierenden und chirurgischen Behandlungsmaßnahmen
4. Anwenden von Gebührenordnungen und Vertragsbestimmungen

Am Ende der Berufsausbildung legt der Auszubildende eine schriftliche und praktische Abschlussprüfung ab.
Sie beinhaltet die in der Praxis erlernten Fertigkeiten und Kenntnisse und den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff.
Der schriftliche Teil besteht aus den Bereichen:

1. Behandlungsassistenz
2. Praxisorganisation und Verwaltung
3. Abrechnungswesen
4. Wirtschafts- und Sozialkunde

Im praktischen Teil soll der Prüfling zeigen, das er sowohl Kenntnisse in den Behandlungsabläufen als auch über die Möglichkeiten der Prophylaxe informieren kann. Zusätzlich werden Kenntnisse in der Abrechnung und Verwaltungsarbeit abgefragt. Dabei sollte der Prüfling Sicherheit und Gesundheitsschutz, Belange des Umweltschutzes und Hygienevorschriften berücksichtigen.
Es wird eine konkrete Prüfungsaufgabe bearbeitet und diese in einem Prüfungsgespräch erläutert. Dabei sind praxisbezogene Arbeitsabläufe zu simulieren, demonstrieren, dokumentieren und präsentieren.

Hier finden Sie auch passende Fachliteratur zur Ausbildung - Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA)

Ausbildungsverordnung

Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die Vermittlung der folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:

1. Der Ausbildungsbetrieb

1.1 Stellung der Zahnarztpraxis im Gesundheitswesen
1.2 Organisation, Aufgaben, Funktionsbereiche und Ausstattung des Ausbildungsbetriebes
1.3 Gesetzliche und vertragliche Regelungen der zahnmedizinischen Versorgung
1.4 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
1.5 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
1.6 Umweltschutz

2. Durchführung von Hygienemaßnahmen

2.1 Infektionskrankheiten
2.2 Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene

3. Arbeitsorganisation, Qualitätsmanagement

3.1 Arbeiten im Team
3.2 Qualitäts- und Zeitmanagement

4. Kommunikation, Information und Datenschutz

4.1 Kommunikationsformen und -methoden
4.2 Verhalten in Konfliktsituationen
4.3 Informations- und Kommunikationssysteme
4.4 Datenschutz und Datensicherheit

5. Patientenbetreuung


6. Grundlagen der Prophylaxe


7. Durchführung begleitender Maßnahmen bei der Diagnostik und Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Zahnarztes

7.1 Assistenz bei der zahnärztlichen Behandlung
7.2 Röntgen und Strahlenschutz

8. Hilfeleistungen bei Zwischenfällen und Unfällen


9. Praxisorganisation und -verwaltung

9.1 Praxisabläufe
9.2 Verwaltungsarbeiten
9.3 Rechnungswesen
9.4 Materialbeschaffung und -verwaltung

10. Abrechnung von Leistungen


Den genauen Ausbildungsrahmenplan mit den Rahmenvorschriften für die Praxen und genauere Prüfungsinhalte gibt es hier.

Zusätzlich wird zum Ende des dritten Ausbildungsjahres die Röntgenprüfung abgelegt. Diese besteht aus einem schriftlichen und theoretischen Teil. Nach bestandener Prüfung wird ein Nachweis ausgestellt, welcher berechtigt ohne Aufsicht zu röntgen.
Dieser Röntgenschein ist ein unabhängiges Element der Ausbildung. Das Bestehen / nicht Bestehen hat keinen Einfluss auf das Bestehen / nicht Bestehen der Berufsausbildung.
Quelle: Bundeszahnärztekammer

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